Neues CdB Teacher Training College in Mzambazi öffnet am 15. März!

Mpango Primary School

  • Bildung für Kinder und Jugendliche in Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt.
  • Seriöse, effiziente und transparente Arbeit.
  • Seit über 30 Jahren Förderung von mehr als 40 Schulen, Ausbildung von 250 Lehrern und Stipendiaten, sowie Einführung von Schulspeisungen für etwa 10.000 Kinder im Norden Malawis.

NEUESTE NACHRICHTEN:

Unser neues Teacher Training College in Mzambazi wird am 15.3. eröffnet! Mit finanzieller Unterstützung des BMZ sollte es schon im Oktober so weit sein, doch aufgrund der Corona-Pandemie kam es zu mehreren Monaten Verzögerung.
War der
Verlauf in Malawi bisher glimpflich, stieg die Zahl gemeldeter Fälle Mitte Januar plötzlich rapide! Auch zwei Minister der Regierung sind an Covid-19 verstorben, und mit aktuell ca. 30% Positivrate verhießen die Testergebnisse vorübergehend nichts Gutes. Inzwischen ist die Zahl an Infizierten jedoch stark rückläufig, mit Inzidenzwerten im einstelligen Bereich.
Für einige Wochen war es fraglich, ob wir das College eröffnen können, aber Mitte Februar entschieden wir, uns an den staatlichen Einrichtungen zu orientieren, und die Eröffnung zu wagen.

Foto: Das neue Zentralgebäude unseres TTC – rechts und links je ein Unterrichtsraum, in der Mitte, leicht zurückversetzt, drei Büroräume und der Empfang.

Mit zwei Hostels für je bis zu 76 StudentInnen, einer Küche, einem großen offenen Speisezahl einem Laborgebäude mit zwei Klassenzimmern und 25 kleinen Wohnhäusern für Personal und einen kleinen Teil der Studenten weist der Campus alles auf, was eine solche Einrichtung braucht. Ein kleiner Trainingsgarten befindet sich zwischen den Hostels, etwas entfernt gibt es einen Garten, bei dem Mais und Soyabohnen ab April geerntet werden können. Um die Kosten zu senken und damit die Studiengebühren niedrig halten zu können, hatten wir uns dafür entschieden, hier den etwas schwierigeren Weg zu gehen, aber dafür die Ausrichtung des College nachhaltiger zu gestalten.

Als Gegenleistung für den doch erheblichen Mitteleinsatz ist der Verein nun berechtigt, Stipendiatenplätze an Kandidaten aus unseren Projektgebieten zu vergeben, die zu stark ermäßigten Gebühren studieren dürfen. Sie kommen aus ländlichen Gegenden, wo selbst der zehnprozentige Eigenanteil schon eine große Herausforderung darstellt, und hätten unter Normalbedingungen niemals die Chance auf eine vergleichbare Ausbildung. Für uns ist es ein wichtiger Aspekt, diesen Familien nicht nur den Bildungsaufstieg zu ermöglichen, sonder auch, ein nicht-landwirtschaftliches Einkommen zu ermöglichen, um die Resilienz z.B. gegen Missernten zu steigern.

 

Bisheriges Lehrertraining: Auch die zweite Gruppe unserer Studenten hat im Dezember abgeschlossen – damit erhöht sich die Zahl der dem Land zusätzlich verfügbaren Lehrer auf fast 200!

Projekt Schulspeisung: Zudem lief im Dezember die Schulspeisung in 15 weiteren Schulen an. Für 6.000 Schüler stellen wir so sicher, dass sie mindestens eine Mahlzeit pro Tag erhalten! Die Maßnahme verringert bzw. verhindert ernährungsbedingte Entwicklungsdefizite, die in der Region leider weit verbreitet sind, und verbessert den Schulerfolg wesentlich.

Nachdem sich unser Lehrer-Ausbildungsprogramm besser entwickelt hat als erwartet, haben wir beschlossen, diesen Zweig weiter auszubauen. Da wir immer wieder Schulen mit Klassen antreffen, in denen mehr als hundert Schüler sitzen, ist der Bedarf offensichtlich, und auch die Bewerberlage ist eindeutig. Auf einem Gelände der Diözese, auf dem sich bereits einige Gebäude befinden, die wir verwenden können, werden in den nächsten Monaten ein Schul- und Bürogebäude sowie zwei Hostels und Toiletten etc. erstellt, die die Aufnahme von bis zu 250 Studenten ermöglichen, die auch in der Einrichtung wohnen werden – üblich in Malawi. Als Besonderheit werden wir Stipendien einrichten, die wir als Gegenleistung für unsere Unterstützung bei den Infrastrukturkosten zu einem ermäßigten Satz studieren lassen können. Vorgesehen ist, diese Plätze an Kandidaten aus ländlichen Regionen zu vergeben, die sich z.B. an den Schulen unserer Schulspeisungsgebiete engagieren, und in denen es möglichst noch keine Einkommen außerhalb des Verkaufs landwirtschaftlicher Erzeugnisse gibt. So sollen arme Familien gestärkt werden, und die Resilienz ländlicher Gemeinden gegen klimatische Einflüsse verbessert werden. Mehr zu diesem Projekt in Kürze!

Im ersten Lehrerprojekt haben wir inzwischen annähernd zweihundert Lehrer ausgebildet, die gezielt für den Einsatz in ländlichen Regionen ausgebildet wurden und so zielgenau dort tätig werden, wo der Bedarf am größten ist…. Mehr Informationen.

Bautätigkeit

Als Corona-Sofort Maßnahme konnten wir im April eine Anfrage aus Malawi, das in Bau befindliche Health Centre Mount Hora mit je einem Wohnhaus für den Arzt und die Hebamme (s. Bild unten, Stand Ende Mai) auszustatten, positiv beantworten. Wohnhäuser sind teils Vorschrift, um Einrichtungen dieser Art in Betrieb nehmen zu können. In Ländern, in denen Gehälter aufgrund von Budget-Engpässen manchmal unsicher sind, ist ein bereitgestelltes Wohnhaus für viele Angestellte ein wichtiger Grund, einem Arbeitsangebot den Vorzug zu geben bzw. im Krisenfall in der Einrichtung zu bleiben. Die beiden Häuser sollen im Juli fertiggestellt sein und zur Eröffnung der Klinik im August den künftigen Bewohnern übergeben werden.

Haus für die Hebamme

Als weitere Bauprojekte können wir zwei Lehrerhäuser an unserer Schule in Mawende vsl. Anfang Juni beenden, sowie die Außenmauer der staatlichen Schule in Mchengautuba, einem Vorort von Mzuzu, die mit 3.200 Schülern im Zweischichtbetrieb Ausserordentliches leistet.

Projekte 2021:

Das wichtigste Projekt für 2021 ist die oben bereits erwähnte Weiterentwicklung der Lehrerausbildung, für jährlich 125 zusätzliche Lehrer. Zustätzlich zur reinen Ausbilung wollen wir in der nächsten Stufe flankierende Maßnahmen ergreifen, die die Gesamtsituation im Blick haben und sicherstellen sollen, dass die Schüler, denen der Schulbesuch durch die zusätzlichen Lehrer möglich wird, nicht durch andere Faktoren von der Teilnahme abgehalten werden, seien es frühe Heirat, Feldarbeit während der Schulzeit, oder schlichtweg Hunger, der durch die Einführung von Schulspeisungen weitgehend der Vergangenheit angehören soll.
In einer der Pilotregionen werden zudem bauliche Maßnahmen – Lehrerhäuser, Schulblocks, Latrinen sowie Küchen und Lagerräume – die schulische Situation verbessern. Die ersten beiden Gebäude wurden bereits nahezu fertiggestellt.

Zunehmend wichtig ist uns auch das Schulspeisungsprogramm. Fast die Hälfte der Kinder in Malawi ist aufgrund von Fehlernährung unterentwickelt. Im klassischen Ansatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“ fördern wir deshalb an vielen Schulen eine Erstausstattung mit Töpfen, Saatgut und Dünger, und zeigen den Gemeinden, wie sie die organisatorischen Belange am besten in den Griff bekommen. Mit den 15 (+1) zusätzlichen Schulen, die im Herbst in das Programm aufgenommen wurden, sind es nun zweiunddreissig, die an dem Programm teilnehmen!
Ziel ist es, dass die Gemeinden mehr erwirtschaften als sie selbst verbrauchen, und über den Verkauf des Überschusses den Kauf von Dünger und Saatgut für das nächste Jahr finanzieren. Viele Familien sparen sich sogar etwas dabei, da das zentrale Kochen natürlich auch günstiger ist und die Aufwände für die Beschaffung von Feuerholz reduziert.

Grundsätzlich wollen wir die Förderung von Mädchen in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die alle mit relativ wenig Aufwand angegangen werden können, deren Effektivität durch ein koordiniertes Vorgehen aber deutlich gesteigert werden kann. So planen wir, standardmäßig alle künftig unterstützten Schulen mit „Change Rooms“ auszustatten, in denen die Mädchen während der Periode ihre Binden wechseln können. Hierzu planen wir ebenfalls ein Projekt, das die Einführung waschbarer Monatsbinden zum Ziel hat, um zu verhindern, dass die Mädchen durch häufige Fehlzeiten aus der Schule fallen. Flankierend sollen Ausbildungsmaßnahmen stattfinden, die das Bewusstsein für die Problematik schärfen, und für viele Kinder den ersten Kontakt zu Wissen über reproduktive Gesundheit bringen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass das Thema Aufklärung bei der ländlichen Bevölkerung teils noch starken Vorbehalten ausgesetzt ist.

Auch das Stipendienprogramm in der Region Nkhotakota wendet sich in erster Linie an Mädchen, allerdings sollen aus auch Jungen mit einem Anteil von mittelfristig ca. 40% berücksichtigt werden. Dies erhöht die Akzeptanz vor Ort in den Gemeinden, und versucht der Tatsache gerecht zu werden, dass sich viele Frauen nach der Heirat aus dem Berufsleben zurückziehen. Mehr dazu unter Laufende Projekte.

Jour Fixe
Unser Jour Fixe findet in der Regel am zweiten Dienstag im Monat statt, um 19.30 im „Eine Welt-Haus“ in der Schwanthaler Str. 80, die nächsten Male Corona-bedingt per Skype. Der nächste Jour Fixe wird abweichend hiervon an einem Donnerstag sein – dem 11. Februar 2021.

Interessierte sind herzlich eingeladen, werden zur besseren Planung allerdings gebeten, sich anzumelden.

SPENDEN
CHANCEN DURCH BILDUNG e.V. hat seit 1988 vielerlei Maßnahmen zu Gunsten der Jugend Malawis umgesetzt, vor allem:
– den Bau bzw. Ausbau von mehr als 40 Schulen (hauptsächlich Grundschulen),
– die Ausbildung von fast 200 Lehrerinnen und Lehrern,
– mehr als 50 Uni- und Berufsbildungsstipendien
– Schulspeisungen an 32 Schulen eingeführt
– den Bau des Mount Hora Health Center unterstützt
und bei allen Programmen darauf geachtet, die Mädchen gleichzustellen bzw. leicht überproportional zu fördern. Zur Weiterführung der Maßnahmen benötigen wir weiterhin die Unterstützung unserer Spender. Unser Ziel ist, dass die Kinder in unseren Projektgebieten frei von Hunger aufwachsen und erfolgreich an Bildung und der Entwicklung des Landes teilhaben können.

Spenden sind wichtig!
Wir erhalten Förderung von vielen Seiten, aber in fast allen Fällen wird von den Stifungen und anderen Partnern ein Eigenanteil gefordert, und häufig müssen wir in Vorleistung gehen, damit Projekte überhaupt starten können. Verzögerungen von ein paar Monaten, bis ein Antrag geschrieben ist und dann auch das Genehmigungsverfahren durchlaufen hat, können Projekte schon im Ansatz scheitern lassen. Deshalb brauchen wir Sie! Helfen Sie uns, Jugendlichen in Malawi neue Perspektiven zu eröffnen!

Spendenkonto Chancen durch Bildung e.V.
IBAN DE96 7015 0000 0021 2469 70

BIC SSKMDEMM

Benötigen Sie eine Spendenquittung? Bitte hier anfordern.

Für jede Spende übernimmt CHANCEN DURCH BILDUNG die Verpflichtung, sie effektiv und verantwortungsbewusst für die Projektarbeit einzusetzen.

MITMACHEN?!
Wir suchen dringend Unterstützung bei einzelnen Projekten – Mithilfe ist jederzeit willkommen!

Einfach zum Jour Fixe kommen – jeden zweiten Dienstag im Monat um 19.15 Uhr im Eine Welt-Haus, Schwanthaler Str. 80, München.

Oder Mail an info@chancendurchbildung.de.
Oder anrufen: 089 – 2621 4015.

Unsere Partner:

Logo BMZ  
Children for a better world Christian Liebig-Stiftung Stiftung Sternstunden des Bayerischen Rundfunks